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Jedes siebte Kind hat einen Hörschaden

Rund 14 Prozent der Kinder um die 10 Jahre haben einen Hörschaden durch Lärm.
Sie reagieren außerdem häufiger als Gleichaltrige empfindlich auf laute Geräusche oder leiden unter Ohrgeräuschen. Das zeigt eine Untersuchung im Rahmen der groß angelegten Studie Generation R des Erasmus MC in Rotterdam. Die Forscher führten bei 3000 Kindern einen ausführlichen Hörtest durch.

Vierzig Prozent dieser Kinder nutzen tragbare Musikplayer wie das Handy. Die Forscher haben die Kinder nur beobachtet und keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Hörschaden und dem Musikhören über Kopfhörer untersucht. „Es ist zu früh, um zu sagen, dass das eine zum anderen führt. Dafür müssen wir die Tests wiederholen. Aber es sieht sehr danach aus“, sagte HNO-Arzt und Studienleiter Marc van der Schroeff in den niederländischen Radionachrichten (NOS Radio 1 Journaal). Klar ist jedoch, dass Kinder, die Musikplayer nutzen, ein dreimal höheres Risiko für Hörschäden haben.

Van der Schroeff nennt es erschreckend, dass schon in so jungem Alter lärmbedingter Hörverlust festgestellt wird, und dazu ein Zusammenhang mit der Nutzung von Musikplayern. „Zumal es hier um 10-Jährige geht. Wir gehen davon aus, dass die Lärmbelastung dieser Kinder in den kommenden Jahren zunehmen wird, zum Beispiel durch Veranstaltungen, die sie besuchen werden.“

Nicht umkehrbar
Hörverlust ist laut den Forschern oft nicht umkehrbar; frühe Hörschäden können sich summieren und zum Beispiel zu Problemen in der Schule oder im Verhalten führen. „Gerade deshalb ist es so wichtig zu wissen, wie es um das Gehör kleiner Kinder steht und welcher Zusammenhang mit der Nutzung von Musikplayern besteht“, sagt Forscherin Carlijn le Clercq.

Laut ihr geht es bei diesen ‚Lärmschäden‘ sowohl um Hörverlust in den hohen Tönen als auch um eine Senke im Audiogramm im Tonbereich von Sprache und Musik. „Insgesamt geben gut elf Prozent der Kinder selbst an, unter lauten Geräuschen, verzerrtem Klang oder Ohrgeräuschen zu leiden.“

Generation R ist eine groß angelegte Studie, bei der das Erasmus MC Tausende Kinder von der frühen Schwangerschaft bis ins junge Erwachsenenalter begleitet. Inzwischen sind die Kinder 13 Jahre alt. Eine Folgestudie hat bereits begonnen: Generation R Next.
Quelle: AD.nl

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