Vor sieben Jahren war Mytimingcards bei den niederländischen TV-Nachrichten RTL Nieuws zu sehen. Es ging um Lisettes Sohn, der fast vier Stunden am Tag Fortnite spielte, und um den Trick, den Lisette sich ausgedacht hatte: gemeinsam Absprachen treffen, mit Zeitkarten und einem Timer.
Das Video bekam Hunderte Kommentare. Und ehrlich gesagt: Die sind mindestens so unterhaltsam wie der Beitrag selbst.
Was die Zuschauer davon hielten
Die meisten Kommentare kommen von Gamern selbst. Und die waren nicht zimperlich:
- „7 Stunden pro Woche, inklusive Wochenende? Das ist ja fast schon traurig.“
- „4 Stunden sind nichts.“
- „Wenn man nur 15 Minuten darf, schafft man nicht mal eine Runde.“
Der beliebteste Kommentar mit mehr als 2.000 Likes drehte sich übrigens gar nicht um Bildschirmzeit. Am Anfang öffnet der Junge im Spiel eine Truhe und hofft auf eine Waffe. Hunderte Zuschauer waren sich sicher: „Aus einer Truhe kommt immer eine Waffe!“ Da haben sie bestimmt recht. 😉
Kommt dir das bekannt vor? Genau diese Diskussion wird in vielen Familien jeden Tag geführt. Das Kind findet es zu wenig, die Eltern finden es zu viel. Und ehe man sich versieht, gibt es wieder Streit.
Ehrlich gesagt: Sie haben auch einen Punkt
Zwischen den Witzen stehen ziemlich gute Argumente. Und darauf haben Mytimingcards eine Antwort.
„15 Minuten sind zu kurz für eine Runde.“
Stimmt! Deshalb gibt es Karten mit 15, 30 und 60 Minuten. Dein Kind entscheidet selbst, welche Karten es abgibt. Lust auf eine lange Runde? Dann gibt es eben zwei Karten ab und spart für den Rest der Woche.
„Eltern schauen selbst stundenlang fern.“
Auch wahr. Bei der Bildschirmzeit geht es um die ganze Familie. Trefft gemeinsam Absprachen, auch über dein eigenes Handy. Und gemeinsam einen Film auf dem Sofa schauen? Vereinbart, ob das zählt. Das dürft ihr selbst entscheiden.
„Erst die Pflicht, dann das Vergnügen.“
Gute Regel! Schreib sie in den Mytimingcards-Vertrag. Dann ist es keine Diskussion mehr, sondern eine Absprache.
„Nicht jedes Kind will mitmachen.“
Genau deshalb unterschreibt ihr den Vertrag gemeinsam. Dein Kind redet mit, entscheidet mit und hat die Karten selbst in der Hand. Das funktioniert viel besser als ein Elternteil, das „Nein“ ruft.
Warum es heute noch aktueller ist
2019 ging es noch vor allem um die PlayStation. Heute hat fast jedes Kind ein Handy oder Tablet. Videos von wenigen Sekunden laufen endlos weiter, und Spiele sind immer griffbereit.
In den Niederlanden ist das Handy seit 2024 weitgehend aus den Klassenzimmern verschwunden, und auch an vielen Schulen in Deutschland gibt es Handyregeln. Zu Hause liegt diese Entscheidung bei dir. Und dort helfen klare Absprachen immer noch am meisten.
Ein Zuschauer schrieb übrigens, dass er als Teenager manchmal 8 bis 10 Stunden am Tag gespielt hat. Heute arbeitet er Vollzeit, hat andere Hobbys und spielt viel weniger. Balance stellt sich oft von selbst ein, wenn Raum für andere schöne Dinge da ist. Mit Mytimingcards schaffst du diesen Raum schon jetzt.
Geht das nicht einfach mit Google Family Link?
Heutzutage kann man Bildschirmzeit auch per App regeln. Google Family Link ist ein bekanntes Beispiel dafür. Damit stellst du als Elternteil auf deinem eigenen Handy ein, wie lange dein Kind Handy oder Tablet nutzen darf. Ist die Zeit um? Dann wird das Gerät gesperrt.
Praktisch, aber es funktioniert ganz anders als Mytimingcards. Bei Family Link hältst du als Elternteil alle Fäden in der Hand. Bei Mytimingcards trefft ihr die Absprachen gemeinsam, und dein Kind übernimmt selbst die Regie.
Die Vorteile von Google Family Link
- Kostenlos und schnell eingerichtet.
- Automatisch: Die App behält die Zeit im Blick, du musst nichts kontrollieren.
- Du kannst eine Schlafenszeit festlegen und pro App ein Limit setzen.
- Du siehst, welche Apps dein Kind nutzt und wie lange.
- Du kannst neue Apps erst freigeben.
Die Nachteile von Google Family Link
- Die Eltern entscheiden alles. Dein Kind kann nicht selbst wählen, wann es seine Bildschirmzeit nutzt.
- Dein Kind lernt nicht, selbst mit Zeit umzugehen. Der Bildschirm wird einfach gesperrt. Dein Kind wird sich nicht bewusst, wie viel Zeit es eigentlich verbraucht.
- Es funktioniert nur auf Android-Handys, Tablets und Chromebooks. PlayStation, Switch, Fernseher oder iPad sind nicht abgedeckt.
- Wenig Gespräch. Eine Sperre auf dem Handy fühlt sich schnell wie eine Strafe an, und das sorgt gerade wieder für Diskussionen.
- Clevere Kinder finden manchmal einen Weg, die App zu umgehen.
So funktioniert es mit Mytimingcards
- Gemeinsam vereinbaren: Ihr lest und unterschreibt gemeinsam den Mytimingcards-Vertrag.
- Dein Kind führt Regie: Es entscheidet selbst, wann es eine Karte abgibt und wie es seine Zeit einteilt.
- Zeit wird sichtbar: Dein Kind sieht, wie der Kartenstapel kleiner wird, und lernt so zu planen und vorauszudenken.
- Für jeden Bildschirm: Handy, Tablet, Laptop, Spielkonsole oder Fernseher.
- Weniger Streit: Es ist keine Regel von Papa oder Mama, sondern eine Absprache, die ihr gemeinsam getroffen habt.
| Was | Mytimingcards | Google Family Link |
|---|---|---|
| Wer entscheidet? | Eltern und Kind gemeinsam | Die Eltern |
| Wer führt Regie? | Das Kind, im Rahmen der Absprachen | Die Eltern, über die App |
| Lernt dein Kind, mit Zeit umzugehen? | Ja, es sieht die Karten schwinden und plant selbst | Kaum, der Bildschirm wird einfach gesperrt |
| Für welche Bildschirme? | Alle Bildschirme | Android, Tablets und Chromebooks |
| Absprachen festhalten | Gemeinsam unterschriebener Vertrag | Einstellungen in der App |
| Kosten | Einmalig ein Set | Kostenlos |
Das Beste aus beiden Welten
Du musst dich nicht entscheiden. Nutze Mytimingcards für die Absprachen und das Gespräch, und Family Link als Sicherheitsnetz auf dem Handy. So lernt dein Kind, selbst mit Bildschirmzeit umzugehen, und du hast trotzdem ein Druckmittel in der Hinterhand.
Möchtest du, dass dein Kind später selbst Herr über seine Bildschirmzeit ist? Dann beginnt das damit, selbst wählen zu lernen. Und genau dafür sind Mytimingcards gemacht.
Und was ist mit Roblox?
2019 war Fortnite das große Spiel. Heute spielen sehr viele Kinder Roblox, oft schon in der Grundschule. Roblox ist eigentlich nicht ein Spiel, sondern eine riesige Sammlung von Spielen, die von Spielern selbst erstellt wurden. Vom Hindernisparcours (einem „Obby“) bis zum eigenen Restaurant oder der Versorgung von Haustieren.
Warum Aufhören bei Roblox so schwer ist
- Es gibt kein Ende. Nach dem einen Spiel wartet schon das nächste.
- Freunde spielen mit. Aufhören fühlt sich an, als würde man seine Freunde im Stich lassen.
- Jeden Tag eine Belohnung. Viele Spiele in Roblox belohnen dich, wenn du jeden Tag zurückkommst oder länger spielst.
- Robux. Mit echtem Geld kauft man Robux für Kleidung und Extras im Spiel. Auch darüber trefft ihr besser gemeinsam Absprachen.
Bildschirmzeit bei Roblox mit Mytimingcards regeln
Roblox hat auch eigene Einstellungen für Eltern. Wenn du dein eigenes Konto mit dem deines Kindes verknüpfst, kannst du unter anderem ein tägliches Limit für die Bildschirmzeit festlegen, Käufe beschränken und bestimmen, mit wem dein Kind chatten darf. Aktiviere diese Einstellungen unbedingt, vor allem für Chat und Käufe.
Aber wie bei Family Link gilt: Die App entscheidet, nicht dein Kind. Mit Mytimingcards lernt dein Kind, selbst zu wählen. So gehst du das bei Roblox an:
- Vereinbart gemeinsam, wie viel Roblox-Zeit es pro Woche gibt, und schreibt es in den Vertrag.
- Sparen fürs gemeinsame Spielen: Um sieben Uhr eine Runde mit Freunden? Dann hebt dein Kind dafür eine Karte auf.
- Absprache zum Timer: Klingelt der Timer, darf die laufende Runde noch zu Ende gespielt werden, aber es beginnt keine neue.
- Absprachen zu Robux: zum Beispiel ein fester Betrag pro Monat vom Taschengeld.
- Spiel mal mit. Dann weißt du, wovon dein Kind spricht, und es ist gleich schöne gemeinsame Zeit.
Mehr Tipps? Lies auch Roblox und Bildschirmzeit: 9 Tipps für Eltern.
So funktioniert es (immer noch)
- Gemeinsam vereinbart ihr, wie viel Bildschirmzeit dein Kind pro Tag oder pro Woche bekommt.
- Ihr lest und unterschreibt gemeinsam den Mytimingcards-Vertrag.
- Dein Kind bekommt Zeitkarten. Für jeden Bildschirm gibt es eine Karte ab und startet den Timer.
- Klingelt der Timer? Dann geht der Bildschirm aus. Weg ist weg!
- Mit den Bonuskarten kannst du belohnen oder anspornen.
Ein Set besteht aus 24 Zeitkarten, 4 Bonuskarten, 1 Erklärungskarte, einem Timer und dem Mytimingcards-Vertrag. Mehr dazu auf der Seite So funktioniert’s.
Sieben Jahre später ist die Idee noch genauso einfach: weniger Streit, mehr Klarheit und mehr Zeit für andere schöne Dinge. Und ja, ab und zu eine Runde Fortnite oder Roblox gehört einfach dazu.
Samen afspraken maken over schermtijd?
Met Mytimingcards krijgt je kind duidelijkheid en eigen verantwoordelijkheid: 24 tijdskaarten, 4 bonuskaarten, een timer en het Mytimingcardscontract.