TIPP 1: REGELN GEHÖREN DAZU
Kinder brauchen Regeln und Grenzen. Schon früh lernen Kinder, dass es verschiedene Regeln gibt.
So gibt es zum Beispiel Absprachen über die Schlafenszeit und das Taschengeld. Deshalb ist es auch logisch, dass es Regeln für die Bildschirmnutzung und die Bildschirmzeit gibt. Vereinbart, wo und wann es erlaubt ist und wann nicht. Denk an Smartphones am Esstisch oder im Bett. Auch über die Dauer der Nutzung kannst du Absprachen treffen. Erkläre, warum dir diese Regeln wichtig sind, und gib deinem Kind Raum, darauf zu reagieren. So weißt du auch, ob dein Kind die Regel versteht. Wenn dein Kind schon etwas älter ist, könnt ihr die Regeln gemeinsam aufstellen. Mit Mytimingcards triffst du auf spielerische und einfache Weise Absprachen mit deinem Kind über die Bildschirmnutzung.
TIPP 2: BLEIB REALISTISCH
Sorge für Regeln, an die sich dein Kind gut halten kann. Kinder, die schon früh gewohnt sind, sich an Regeln zur Bildschirmnutzung zu halten, haben später weniger Mühe damit. Denk daran, dass ein komplettes Verbot keinen Sinn hat. Dein Kind kommt schließlich auch an anderen Orten mit Online-Aktivitäten in Berührung. In der Schule zum Beispiel spielt der Bildschirm in Form von Computer oder Tablet eine immer größere Rolle.
TIPP 3: NICHT VOR DEM SCHLAFENGEHEN
Lieber kein Fernseher, Tablet oder Handy kurz vor dem Schlafengehen. Studien zeigen immer wieder, dass das blaue Licht von Bildschirmen dafür sorgt, dass man weniger und unruhiger schläft. Das gilt übrigens für dich genauso wie für dein Kind. Ein Abendritual aus Zähneputzen, allen eine gute Nacht wünschen und gemeinsam ein Buch lesen ist besser als noch schnell ein Spiel auf Mamas Handy.
TIPP 4: PRÜFE DIE RICHTLINIEN ZUR BILDSCHIRMZEIT
Fällt es dir schwer, gute Absprachen über die Bildschirmzeit deines Kindes zu treffen? Lass dich von den niederländischen Richtlinien inspirieren:
0-2 Jahre: eventuell ein paar Mal pro Woche gemeinsam, höchstens 5 Minuten am Stück.
2-4 Jahre: 5 bis 10 Minuten am Stück, höchstens 30 Minuten pro Tag.
4-6 Jahre: 10 bis 15 Minuten am Stück, höchstens 1 Stunde pro Tag.
6-8 Jahre: 30 Minuten am Stück, höchstens 1 Stunde pro Tag.
8-10 Jahre: höchstens 1 bis 1,5 Stunden pro Tag.
10-12 Jahre: höchstens 2 Stunden pro Tag.
12 Jahre und älter: höchstens 3 Stunden pro Tag.
TIPP 5: VERSCHAFF DIR EINBLICK IN DIE MEDIENNUTZUNG DEINES KINDES
Sprich mit deinem Kind und behalte im Blick, was es über die verschiedenen Medien macht. Prüfe, ob die Inhalte für das Alter deines Kindes geeignet sind. Ein gutes Hilfsmittel sind Altersfreigaben wie USK, FSK oder PEGI. Sie zeigen, ob der Inhalt eines Films, Spiels oder einer Fernsehsendung für das Alter des Kindes geeignet ist. Oder schau bzw. spiel einfach mal mit deinem Kind mit. So bekommst du ein besseres Bild davon, welche Inhalte dein Kind bei der Nutzung der verschiedenen Medien zu sehen bekommt.
TIPP 6: SEI DIR AUCH DEINER EIGENEN MEDIENNUTZUNG BEWUSST
Kinder kopieren das Verhalten ihrer Eltern. Wenn dein Handy beim Essen neben deinem Teller liegt, denkt dein Kind, es sei normal, ständig aufs Handy zu schauen. Sei dir also deiner eigenen Mediennutzung bewusst und geh mit gutem Beispiel voran.
Tipp 7: SCHAU AUCH MAL MIT
Hab keine Scheu, ab und zu ein Spiel mitzuspielen oder die Vlogs anzuschauen, von denen dein Kind so begeistert ist. So erlebst du selbst, warum dein Kind es so toll findet, und bekommst außerdem gute Einblicke in das, was im Kopf deines Kindes vorgeht.
Zum Schluss
Mach es für dein Kind auch schön und attraktiv, offline zu sein. Unternehmt gemeinsam etwas Schönes und lass dein eigenes Handy einfach zu Hause. So gehst du gleich mit gutem Beispiel voran.
Viel Spaß zusammen, online und offline!
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